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Planung & Dimensionierung

Lohnt sich Photovoltaik auf einem Norddach?

13. August 20266 Min. Lesezeitvon Alexander Eirich
Solarmodule auf einem Hausdach im Abendlicht

Die kurze Antwort: Es kommt vor allem auf die Dachneigung an. Die lange Antwort ist differenzierter – und in vielen Fällen positiver, als Eigentümer erwarten.

Wie stark der Ertrag wirklich sinkt

Gegenüber einer optimalen Südausrichtung liegt der Ertrag einer Nordfläche je nach Neigung typischerweise 25 bis 45 Prozent niedriger. Bei flach geneigten Dächern bis etwa 15 Grad ist der Unterschied gering, weil die Fläche fast horizontal liegt. Bei einem steilen Dach mit 45 Grad Neigung wird die Nordseite dagegen deutlich unwirtschaftlicher.

  • Neigung bis 15 Grad: Nordfläche meist gut nutzbar
  • Neigung 15 bis 30 Grad: Einzelfallbetrachtung, oft noch sinnvoll
  • Neigung über 30 Grad: in der Regel nicht zu empfehlen

Wann sich eine Nordbelegung trotzdem rechnet

Zwei Argumente sprechen dafür. Erstens sind Module heute der günstigste Teil der Anlage – Gerüst, Montage und Elektroinstallation fallen ohnehin an. Zweitens erzeugt eine Nordfläche gleichmäßiger über den Tag und liefert auch am frühen Morgen und späten Abend, wenn der Haushalt Strom braucht.

Ein flach geneigtes Norddach ist selten die erste Wahl – aber häufig eine sinnvolle Ergänzung.

Was vor der Entscheidung geprüft gehört

Dachneigung, Verschattung, Statik, Anschlussleistung und die Frage, ob die Südseite bereits voll belegt ist. Wenn Süd- oder Ost-West-Flächen noch frei sind, haben diese immer Vorrang. Erst danach lohnt der Blick nach Norden.

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