Welche Speichergröße brauche ich bei einer 10-kWp-PV-Anlage?

Die verbreitete Faustformel lautet: etwa eine Kilowattstunde Speicherkapazität je Kilowatt-Peak Anlagenleistung. Bei 10 kWp landet man damit bei rund 10 kWh. Diese Regel ist ein brauchbarer Startwert, aber sie ersetzt keine Betrachtung des tatsächlichen Verbrauchsverhaltens.
Der entscheidende Wert ist der Abendverbrauch
Ein Speicher überbrückt die Zeit zwischen Sonnenuntergang und dem nächsten Morgen. Sinnvoll dimensioniert ist er, wenn er den Abend- und Nachtbedarf möglichst häufig vollständig trägt – ohne dass er den größten Teil des Jahres halb leer bleibt.
- Rund 4.000 kWh Jahresverbrauch: meist 5 bis 8 kWh Speicher
- Rund 5.000 bis 6.000 kWh: meist 8 bis 10 kWh
- Über 6.000 kWh oder mit Wärmepumpe: häufig 10 bis 15 kWh
- Zusätzlich E-Auto mit regelmäßigem Laden zu Hause: eher am oberen Ende
Wann ein größerer Speicher wirklich lohnt
Größer ist nicht automatisch besser. Ein Speicher, der im Winter nie voll wird und im Sommer nur halb genutzt wird, verlängert die Amortisation. Sinnvoll wird zusätzliche Kapazität dann, wenn ein hoher Grundverbrauch, Wärmepumpe, E-Auto oder eine geplante Ersatzstromfunktion dahinterstehen.
Die richtige Speichergröße ergibt sich aus dem Lastprofil des Haushalts, nicht aus einer Faustformel.
Nicht vergessen: nutzbare Kapazität und Leistung
Zwei Speicher mit gleicher Nennkapazität können sich unterscheiden: in der tatsächlich nutzbaren Kapazität, in der Lade- und Entladeleistung, in der Zyklenfestigkeit und in der Frage, ob eine Notstrom- oder Ersatzstromfunktion möglich ist. Auch die spätere Erweiterbarkeit ist ein wichtiges Kriterium.
Welche Speichergröße passt zu Ihrem Haushalt?
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